Lea Giltjes

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E-Mail-Marketing für Content Creator

Visual Automations und Automation Rules bei ConvertKit: So läuft dein E-Mail-Marketing auf Autopilot

Visual Automations und Automation Rules bei ConvertKit: So läuft dein E-Mail-Marketing auf Autopilot

Regelmäßig Newsletter schreiben ist das, was viele Menschen mit E-Mail-Marketing verbinden. Der Nachteil: Du musst dich jede Woche auf’s neue hinsetzen, schreiben, und das alles nur, damit deine E-Mails einmalig versendet werden.

Wer sich erst danach für deine E-Mail-Liste anmeldet, kriegt von der E-Mail, in die du wahrscheinlich viel Zeit gesteckt hat, gar nichts mehr mit.

Was tun?

Die Lösung lautet: Automatisierung! Automatisierte E-Mail-Sequenzen erstellst du einmal, und jedes Mal, wenn der entsprechende Trigger ausgelöst wird, werden die E-Mails versendet.

Das ist ein unglaublich großes Thema, und ich will hier jetzt gar nicht allzu sehr auf den strategischen Part eingehen. Darum soll es hier nämlich gar nicht gehen. Stattdessen möchte ich dir zeigen, wie du solche Automatisierungen beim E-Mail-Marketing Tool ConvertKit einrichten kannst!

Weitere ConvertKit Tutorials auf meinem Blog findest du hier:

Warum ausgerechnet ConvertKit?

Wie gesagt: Automatisierungen sind ein riesengroßer Bereich im E-Mail-Marketing. Und selbst wenn du gerade noch nicht so viel Gebrauch davon machst – ich kann dir eins nur empfehlen: Achte bei der Auswahl deines Tools darauf, was für Möglichkeiten du in Sachen Automatisierungen hast!

ConvertKit ist hier sehr weit vorne mit dabei. Und was besonders toll ist: Das Tool ist wahnsinnig simpel aufgebaut, sodass dir die Erstellung von automatisierten Sequenzen und aufwendigen Workflows echt einfach gemacht wird!

Wie einfach, das zeige ich dir gleich im Tutorial. Was für dich auf jeden Fall wichtig ist: Du kannst ConvertKit 14 Tage lang komplett kostenlos testen* und dir selbst einmal alle Funktionen anschauen.

Falls es erst noch ein paar mehr generelle Infos über das Tool sein sollen, findest du hier meinen ausführlichen ConvertKit Testbericht.

Jetzt lass uns aber ins ConvertKit Automations Tutorial einsteigen!

Ein kleiner Hinweis: Wenn du dir die Anleitung lieber als Video anschauen möchtest, kannst du einfach bis zum Ende des Artikels scrollen – dort findest du mein Tutorial!

Visual Automations bei ConvertKit: So funktioniert’s

Die Automations findest du bei ConvertKit unter dem gleichnamigen Menüpunkt. Wir starten jetzt erstmal mit den Visual Automations. Es gibt darüber hinaus auch noch die sogenannten Automation Rules – mehr dazu aber später.

In der Automations Übersicht findest du alle deine Workflows und kannst dir diese entweder mit einer kleinen Vorschau oder als einfache Listenvariante anzeigen lassen.

ConvertKit Visual Automations

Um eine neue Visual Automation zu erstellen, klickst du rechts oben auf „New Automation“.

Schritt 0: Auswahl des Templates (optional)

Mit einem weiteren Klick auf „Browse Templates“ gelangst du dann zunächst zu einem Feature, das noch relativ neu ist und das ich einfach großartig finde: Die Templates! Die Auswahl ist jetzt (noch) nicht riesig, aber das was vorhanden ist, gefällt mir sehr gut.

Diese sechs Templates stehen dir aktuell zur Verfügung:

  • Evergreen Newsletter
  • Evergreen Product Pitch
  • Host a webinar
  • Product launch
  • Follow up with customers who don’t purchase
  • Personalize content based on survey results

ConvertKit Automation Templates

Da es den Rahmen dieses Tutorials komplett sprengen würde, auf die einzelnen Templates im Detail einzugehen, wird es dazu noch ein separates Tutorial geben.

Was du bis dahin auf jeden Fall schon mal tun kannst: Schau dir die einzelnen Templates doch mal in der Preview an, welche Elemente sie beinhalten und wie sie aufgebaut sind. Vielleicht kannst du dort frische Inspiration für eigene Automations mitnehmen!

Schritt 1: Startelement auswählen

Wir gehen jetzt erstmal davon aus, dass du keins der Templates nutzt. Dann klickst du auf „Create Automation“ und musst jetzt festlegen, wie deine Automatisierung startet.

Denn jede Automation braucht einen Trigger, und sobald dieser ausgelöst wird, startet die Automation. Eigentlich logisch, oder?

Ich werde jetzt hier im Beispiel eine recht simple Visual Automation erstellen, die jeder neue Newsletter Abonnent durchläuft – quasi eine Willkommenssequenz. Daher wähle ich „Joins a form“ als Startelement.

Im Beispiel richtet sich die Automation jetzt an sämtliche neue Newsletter Abonnenten. Was aber zum Beispiel auch möglich ist: Du erstellst eine Landing Page mit Opt-in Formular, auf der sich Interessenten für dein neues eBook eintragen können.

Für genau diese Interessenten, die über dieses spezifische Formular gekommen sind, könntest du jetzt ebenfalls eine Automatisierung starten und ihnen schon mal ein paar E-Mails schicken, die sie auf dein eBook vorbereiten.

Nur mal so als kleine Inspiration und Beispiel, was eigentlich möglich ist :)

Formulare und Sequenzen direkt aus der Automation heraus erstellen

Bevor es weitergeht, muss ich unbedingt noch auf ein weiteres tolles Feature von ConvertKit eingehen: Du musst nämlich sämtliche Elemente, wie z.B. die Opt-in Formulare, gar nicht alle vorher anlegen, um sie dann nur noch auszuwählen.

Stattdessen kannst du das auch direkt aus der Automation heraus machen! Bleiben wir beim Formular: In der Ansicht, in der du das Startelement auswählst, kannst du auch auf „Create a new form“ klicken.

Es öffnet sich dann der Formulareditor, du siehst aber deine Automation gleichzeitig auch noch links am Rand, kannst also jederzeit sehen, wo du gerade bist.

Im Editor kannst du dann also dein Formular wie gewohnt erstellen – hier das entsprechende Tutorial dazu! Wenn du fertig bist, klickst du auf „Save“. Das erstellte Formular wird dann automatisch als Startelement für deinen Workflow angezeigt.

Schritt 2: Weitere Elemente hinzufügen

Der zweite Schritt ist eigentlich auch schon der letzte – denn jetzt musst du „nur noch“ weitere Elemente hinzufügen und so deine Automation Stück für Stück aufbauen!

Dazu klickst du auf das + unterhalb des Startelements und kannst dann ein Event, eine Aktion oder eine Bedingung (Condition) hinzufügen. Hier alle Optionen im Überblick:

Weiter unten kannst du genau nachlesen, wofür welches Element gut ist!

In unserem Beispiel der Willkommenssequenz macht eine Aktion natürlich Sinn, und zwar „Email Sequence“. Wenn ich diese Aktion ausgewählt habe, kann ich jetzt die Sequenz auswählen, falls ich sie schon erstellt habe, oder anderenfalls (wie das Formular eben) direkt aus der Automation heraus erstellen.

So kannst du deine Automatisierung jetzt Stück für Stück aufbauen!

Mehrere Startelemente bestimmen

Du hast es vielleicht schon gesehen: Es gibt das + nicht nur unterhalb des Startelements, sondern auch daneben. Du kannst für eine Automatisierung nämlich mehrere Startpunkte bestimmen!

Neben der Anmeldung über ein bestimmtes Opt-in Formular kann das beispielsweise ein Tag sein, das vergeben wird und das ebenfalls die Automation startet, oder auch ein weiteres Formular.

Events, Aktionen und Bedingungen im Überblick

Jetzt weißt du grundsätzlich, wie du Visual Automations in ConvertKit erstellst – jetzt ist aber natürlich auch noch ganz wichtig, was die einzelnen Elemente alle bedeuten und auslösen!

Deswegen schauen wir uns jetzt noch sämtliche Events, Aktionen und Bedingungen im Detail an.

Events

Kommen wir direkt zu einem ganz wichtigen Punkt, was die Events angeht: Sobald das Event eintrifft, werden alle Abonnenten, die sich VOR diesem Element befinden, dorthin „gezogen“. Auch dann, wenn sie beispielsweise eine vorherige Sequenz noch nicht vollständig durchlaufen haben.

Was bedeutet das konkret? Ich gebe dir ein Beispiel:

Nehmen wir an, du verkaufst deinen Onlinekurs automatisiert. Eine Abonnentin, nennen wir sie Tina, durchläuft gerade die Automatisierung und erhält eine Launchsequenz für den Kurs. Diese Sequenz enthält insgesamt 5 E-Mails.

Tina entscheidet sich aber bereits nach der 3. E-Mail, dass sie den Kurs kaufen möchte. Sie wird dann direkt zum Event gezogen und erhält das Tag „Akademie Gold“ – die restlichen E-Mails aus der Sequenz werden ihr also nicht mehr geschickt!

Was ja auch total Sinn macht, schließlich hat sie bereits gekauft und braucht keine weitere Werbung. Du kannst ihr stattdessen lieber eine Onboarding-Sequenz schicken, die alle Käufer erhalten.

Diese 5 Events gibt es

  • Tag is added: Ein Tag wird hinzugefügt. Das macht z.B. Sinn, wenn jemand auf einen bestimmten Link klickt oder ein Produkt kauft.
  • Tag is removed: Das gleiche gilt hier, nur dass das Tag nicht hinzugefügt, sondern gelöscht wird.
  • Product is purchased: Du hast die Möglichkeit, ConvertKit mit (amerikanischen) Tools zu verknüpfen, über die du deine Produkte verkaufen kannst. Dann kannst du auch deine Produkte in ConvertKit hinzufügen.
  • Date occurs: Dieses Event tritt ein, wenn ein bestimmtes Datum erreicht wird. Das macht z.B. Sinn, wenn du ein Webinar veranstaltest und die Erinnerungen automatisiert an die Teilnehmer versenden willst.
  • Custom field: Neben Namen und E-Mail-Adresse kannst du auch eigene Felder von deinen Abonnenten abfragen, beispielsweise ihren Beruf. Du kannst ein Event einrichten für den Fall, dass die Angaben für das Custom Field geändert werden.

Aktionen

Während Events auch schon mal eintreten können, bevor die vorherigen Schritte durchlaufen wurden, passiert bei Aktionen eher das Gegenteil: Sie passieren immer erst dann, wenn der vorherige Schritt abgeschlossen wurde.

Diese 5 Aktionen gibt es

  • Email sequence: Siehe unser Beispiel oben: Wenn sich bspw. jemand neu für deinen Newsletter anmeldet, macht es Sinn, eine Willkommenssequenz zu verschicken.
  • Add or remove tag: Hiermit kannst du automatisiert Tags hinzufügen oder löschen.
  • Delay: Mit dieser Aktion kannst du eine Pause in deine Automation einbauen, wenn du deinen Abonnenten z.B. 3 Tage Zeit geben möchtest, um eine E-Mail zu öffnen und auf den Link zu klicken.
  • Move subscriber: Du kannst Abonnenten aus einer Automation löschen oder sie zu einer weiteren Automation hinzufügen.
  • Set custom field: Hiermit kannst du deinen Abonnenten ein konkretes Custom Field hinzufügen.

Bedingungen

Genau wie die Aktionen warten auch die Bedingungen (Conditions) immer erst, bis der vorherige Schritt abgeschlossen wurde, bevor sie aktiviert werden. Von Bedingungen gehen immer zwei „Äste“ aus: Ja oder Nein.

Du kannst damit also deine Automatisierung aufsplitten, und zwei verschiedene Wege bauen, abhängig z.B. davon, ob jemand deinen Onlinekurs gekauft hat oder nicht.

Diese 2 Bedingungen gibt es

  • Tag: Bei dieser Bedingung wird geprüft, ob ein Abonnent ein bestimmtes Tag hat oder nicht. Dementsprechend gibt es zwei Wege, wie die Automation fortgeführt wird.
  • Custom Field: Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Du kannst entweder prüfen, ob ein Abonnent generell ein bestimmtes Custom Field hat (z.B. „Beruf“) oder ob ein bestimmter Wert darin steht (z.B. „Beruf: Fotograf“).

Das als kleinen Überblick für dich, welche Elemente es für die Visual Automations gibt und wofür sie gut sind – kommen wir jetzt noch zu den sogenannten Automation Rules!

Der Vorgänger der Visual Automations: Das sind die Automation Rules

Keine Sorge, das wird jetzt nicht so ausführlich – die Automation Rules folgen nämlich einem ganz simplen, leicht verständlichen Prinzip. Du findest sie in der Automation Übersicht, rechts oben im Untermenü.

Die Automation Rules sind der Vorgänger der Visual Automations, aber ich bin froh, dass ConvertKit sie nicht einfach ganz rausgenommen hat.

Wenn du nämlich keine komplexen Workflows bauen, sondern simple Automations erstellen willst, brauchst du dafür nicht den umfangreichen Editor, sondern kannst einfach mit Automation Rules arbeiten. Diese funktionieren nach einer einfachen „Wenn, dann“ Logik.

Also: „Wenn sich jemand über dieses Opt-in Formular anmeldet, füge dieses Tag hinzu“. Oder: „Wenn jemand dieses Produkt kauft, füge ihn zu dieser Sequenz hinzu“.

Um eine neuen Regel hinzuzufügen, klickst du auf „Add Rule“. Dann gelangst du direkt zur Übersicht, in der du den Trigger und die Aktion, die darauf folgt, auswählen kannst.

ConvertKit Automation Rules: Überblick

Du wählst jeweils aus, was du gerade brauchst, legst dann noch die Details fest (also z.B. welches Formular und welches Tag) – und das wars! Du kannst übrigens auch gleich mehrere Aktionen hinzufügen.

Das kann dann so aussehen:

ConvertKit Automation Rules: Beispiel

Für einfachere Automationen sind die Automation Rules nach wie vor das Tool meiner Wahl – erst, wenn es etwas komplexer wird, nutze ich die Visual Automations.

ConvertKit Automations: Video Tutorial

Wie versprochen gibt es das ganze Tutorial jetzt auch nochmal in Videoform. Auf meinem YouTube Kanal findest du noch mehr Tutorials zu ConvertKit und anderen E-Mail-Marketing Tools!

Du kannst ConvertKit 14 Tage lang kostenlos testen, und zwar völlig unverbindlich – du musst keine Kreditkarte oder andere Zahlungsdaten hinterlegen, was ich immer ziemlich gut finde. Im Testzeitraum kannst du dann die Visual Automations und alle anderen Funktionen schon mal ausprobieren!

Teste ConvertKit 14 Tage lang komplett kostenlos*

Hast du noch Fragen?

So, das war jetzt eine ganze Menge Input – die Automations in ConvertKit sind aber auch wirklich ein riesengroßes Thema!

Wenn du noch Fragen hast, dann schreib sie gerne in die Kommentare oder mir auch gerne eine E-Mail.

Falls du Unterstützung bei der Automatisierung deines E-Mail-Marketings suchst, sowohl was die Strategie als auch die technische Umsetzung angeht, kannst du dich ebenfalls super gerne an mich wenden! Schreib mir dann gerne einfach hier :)

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