Das ultimative E-Mail-Marketing Glossar

E-Mail-Marketing ist für dich gerade noch ein Buch mit sieben Siegeln? Mindestens eins der Siegel können wir wahrscheinlich öffnen, indem du mit den zahlreichen Begriffen endlich etwas anfangen kannst! Das sind dann so Sachen wie A/B-Test, Bounce Rate, Lead Magnet, Tags oder die Zustellrate.

Um hier ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, gibt es dieses E-Mail-Marketing Glossar!

Hier findest du alle Begriffe, die für dich als Content Creator relevant sind. Aber auch dann, wenn du z.B. einen Onlineshop hast und deine Produkte per E-Mail-Marketing verkaufen möchtest, bin ich sicher: Du wirst hier fündig.

Für viele Begriffe gibt es weiterführende Blogartikel, in denen du dann hilfreiche Tipps oder Ideen zur Umsetzung erhältst. Diese Artikel sind jeweils bei den Begriffen direkt verlinkt!

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A

Abmeldelink: Wie der Name schon vermuten lässt, ist das der Link, über den deine Abonnenten sich wieder von deiner E-Mail-Liste abmelden können. Dieser Link muss in jeder E-Mail, die du verschickst, enthalten sein. Darum musst du dir aber eigentlich keine Gedanken machen: Der Abmeldelink wird bei allen E-Mail-Marketing Tools automatisch am Ende jeder E-Mail eingefügt.

Abmelderate: Der prozentuale Anteil an Abonnenten, die sich über einen Newsletter abgemeldet haben. Diesen Wert erhältst du für jede einzelne E-Mail. Am Anfang ist es immer ein ungutes Gefühl, wenn bei der Abmelderate nicht 0% steht, ich weiß – aber mach dir keine Gedanken, das gehört dazu. Solange die Abmelderate so ungefähr bei ein bis zwei Prozent liegt, ist alles im Normalbereich.

Absenderadresse: Wenn du Newsletter verschickst, kriegen die Empfänger natürlich eine E-Mail-Adresse angezeigt, von der diese E-Mail kommt. Deine Absenderadresse legst du in deinem E-Mail-Marketing Tool fest. Unterschätze diese Adresse nicht, sie trägt maßgeblich dazu bei, ob Leute deine E-Mail öffnen oder nicht!

A/B-Test: Bei einem A/B-Test erstellst du zwei verschiedene Varianten von etwas, zum Beispiel von der Betreffzeile eines Newsletters. Ein kleiner Teil der Empfänger erhält dann Variante A, ein anderer Teil kriegt Variante B. Dann wird abgewartet, welche Variante besser funktioniert – diese Variante wird dann an den Rest der Empfänger geschickt. Diese Tests sind unheimlich effektiv und wichtig, wenn du erfolgreiches E-Mail-Marketing betreiben möchtest. A/B-Tests für die Betreffzeile bieten eigentlich die meisten Tools an, bei GetResponse kannst du bspw. auch den Inhalt der E-Mail, die Absenderadresse oder den Versandzeitpunkt testen!

API: Eine API ist eine sogenannte „Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung“. Bedeutet im Klartext: Über die API kannst du verschiedene Tools miteinander verknüpfen, z.B. dein E-Mail-Marketing Tool mit deinem Zahlungsanbieter. So können Informationen ausgetauscht werden.

Automation: Ein ganz großer Teil des E-Mail-Marketings sind automatisiert verschickte E-Mails, die von einem bestimmten Trigger ausgelöst werden (z.B. der Kauf eines Produkts). Du kannst einzelne E-Mails automatisch verschicken, aber auch ganze Workflows und ewig lange Sequenzen anlegen. Das Thema wirkt zu Beginn recht komplex, aber wenn du erstmal etwas den Durchblick hast und siehst, was sich da für Möglichkeiten eröffnen, wirst du begeistert sein!

Autoresponder: Ein Autoresponder ist eine automatisch verschickte E-Mail. Wann diese E-Mail verschickt wird, legst du individuell fest – z.B. nach einer bestimmten Anzahl von Tagen oder wenn jemand eins deiner Produkte gekauft hat.

B

Bestätigungsmail: Wenn sich jemand für deine E-Mail-Liste einträgt, ist es wichtig, dass er noch seine E-Mail-Adresse bestätigt. Das Ganze nennt man Double Opt-in (siehe mehr dazu unter D). In der Bestätigungsmail ist gar nicht viel Inhalt, sondern meist nur ein Button. Mit einem Klick auf diesen bestätigt man seine E-Mail-Adresse und ist dann für den Newsletter eingetragen.

Betreffzeile: Neben der Absenderadresse ist die Betreffzeile das, was deine Abonnenten als Erstes sehen, wenn du ihnen eine E-Mail schickst. Sie ist also unheimlich wichtig und entscheidet maßgeblich, ob die E-Mail geöffnet wird oder nicht. Die Betreffzeile sollte kurz und präzise sein, neugierig machen und gleichzeitig nicht zu viel verraten.

Blacklist: Wenn der Absender eines Newsletters als Spam erkannt wird (oder ein Leser den Newsletter als Spam deklariert), landet er auf der Blacklist. Jeder E-Mail-Client (also gmx, web.de, yahoo & Co.) führt eine solche Blacklist. Wenn man einmal darauf steht, wird es unheimlich schwer, wieder runterzukommen – wenn man es überhaupt schafft.

Bounce: Bounces sind Rückläufer, die dann entstehen, wenn eine E-Mail nicht zugestellt werden kann. Es wird hierbei unterschieden zwischen Soft Bounce und Hard Bounce. Zu einem Soft Bounce kommt es bspw., wenn das Postfach des Empfängers voll ist – also bei temporären Problemen, d.h. diese E-Mail-Adressen können später wieder erreichbar sein, anders als bei Hard Bounces, die bei permanenten Fehlern entstehen (z.B. wenn es die E-Mail-Adresse nicht mehr gibt).

Bounce Rate: Der Anteil der fehlgeschlagenen Zustellungen. Gute E-Mail-Marketing Tools zeigen dir die Bounce Rate in den Statistiken an, diese ist nämlich nicht ganz unwichtig: Eine dauerhaft hohe Bounce Rate kann dazu führen, dass eine Absenderadresse unter erhöhtem Spamverdacht steht.

C

Call to Action: Kein E-Mail-Marketing spezifischer Begriff, aber dennoch einer, den du auf jeden Fall kennen solltest. Ein Call to Action (CTA) ist ganz einfach eine Handlungsaufforderung. Jeder Newsletter sollte einen CTA enthalten, damit deine Abonnenten genau wissen, was sie jetzt zu tun haben.

Ein CTA kann entweder ein Button sein oder aber auch ein Link in der E-Mail. Dieser Link sollte auf jeden Fall in einer einzelnen Zeile stehen, damit er hervorsticht und auch auf Mobilgeräten problemlos angeklickt werden kann. Wichtig bei CTAs: Sei so spezifisch wie möglich!

Content Upgrade: Ein Content Upgrade ist etwas, dass du deinen Lesern als Dankeschön im Austausch für ihre E-Mail-Adresse anbietest – also eine bestimmte Version eines Freebies (siehe mehr dazu unter F). Das Besondere an Content Upgrades: Wie der Name schon sagt, ergänzen sie deinen frei zugänglichen Content. Wenn du also einen Blogartikel schreibst, kannst du bspw. ein Arbeitsblatt erstellen,
dass auf dem Artikel aufbaut. Dieses kann man dann herunterladen, wenn man sich für den Newsletter einträgt. Content Upgrades funktionieren wirklich unheimlich gut, gerade weil sie so spezifisch sind!

Conversion: Wie der Call to Action ist auch die Conversion ein allgemeiner Begriff aus dem Online-Marketing, aber ein sehr wichtiger. In Bezug auf E-Mail-Marketing erfolgt dann eine Conversion, wenn sich jemand auf deiner Webseite für den Newsletter einträgt und daraufhin vom Leser zum Abonnenten wird. Also: Je höher die Conversion Rate, desto besser!

D

DKIM: Das DKIM (DomainKeys Identified Mail) wird genutzt, um E-Mails auf ihre Authentizität zu prüfen. Damit sollen gefälschte Absenderadressen erkannt werden, um z.B. Spam abzufangen. Vermutlich eine Sache, mit der du dich eher nicht auseinandersetzen musst :)

Double Opt-in: Das Double Opt-in Verfahren besagt, dass jeder Abonnent eines Newsletters nach der Eintragung nochmal seine Einwilligung bestätigen muss. Dafür erhält er eine Bestätigungsmail. Das sorgt natürlich zum einen dafür, dass man sich eine eindeutige Einwilligung holt – gleichzeitig wird dadurch aber auch dem Missbrauch von E-Mail-Adressen vorgebeugt.

E

Empfänger: Der Empfänger ist die E-Mail-Adresse, an die du einen Newsletter verschickst.

F

Freebie: Ein Freebie ist ein kleines Geschenk, dass du den Leuten machst, wenn sie sich in deine E-Mail-Liste eintragen. Das kann alles Mögliche sein: PDFs (Checklisten, Arbeitsblätter, Anleitungen), Videos oder Audios. Auch Challenges, z.B. über 5 oder 7 Tage, sind eine Art Freebie.

Wichtig: Auch nach dem Kopplungsverbot der DSGVO kannst du noch Freebies anbieten. Hierbei ist wichtig, dass du klar kommunizierst, dass die Leute sich hier für einen Newsletter anmelden, wie oft sie diesen erhalten und dass sie auch Werbung von dir kriegen, z.B. für deine eigenen Produkte (das ist keine Rechtsberatung!).

Follow-up: Eine Follow-up E-Mail ist eine Folgenachricht nach einem bestimmten Event, zum Beispiel dem Kauf eines Produkts. Das kann dann eine zeitbasierte Nachricht sein, beispielsweise einen Monat nach dem Kauf eines Produktes, mit der Frage nach Feedback. Alternativ sind auch anlassbezogene Follow-ups möglich, dann z.B. direkt nach dem Kauf, mit weiteren Anweisungen oder Tipps.

K

Klickrate: Die Klickrate gibt an, welcher Anteil der Empfänger einer E-Mail auf einen Link geklickt hat. Um herauszufinden, ob ein Newsletter erfolgreich war, ist die Klickrate einer der wichtigsten Indikatoren. Denn je mehr geklickt wird, desto höher ist das Interesse an deinen Inhalten!

L

Landing Page: Das sind bestimmte Seiten, auf denen Nutzer nach einem Klick landen (daher der Name). Das Besondere an Landing Pages ist, dass man dort immer nur genau eine Aktion ausführen kann – oder man verlässt die Seite wieder. Es gibt also kein Menü, keine Navigation usw., nur die Möglichkeit zu einer konkreten Handlung. Das kann der Kauf eines Produktes sein oder, speziell wenn es um E-Mail-Marketing geht, die Eintragung in einen Newsletter.

Lead: Ein Lead ist jemand, der als Interessent auf deine Webseite gekommen ist und sich dann für deinen Newsletter einträgt, also quasi ein neuer Kontakt, den du gewinnen konntest.

Lead Magnet: Letztendlich ist ein Lead Magnet ein anderes Wort für Freebie, erklärt nur direkt im Namen etwas spezifischer, worum es geht: mithilfe des Geschenks, das du anbietest, möchtest du neue Leads, also neue Abonnenten anziehen (eben wie ein
Magnet).

Listenhygiene: Von Zeit zu Zeit solltest du, so komisch das erstmal klingen mal, deine E-Mail-Liste aufräumen. Denn es wird immer Leute geben, die sich nur angemeldet haben, um sich dein Freebie zu sichern, und die sich für deinen restlichen Content gar nicht interessieren. In anderen Fällen ist es auch möglich, dass das Thema mittlerweile gar nicht mehr relevant ist, sich die Leute aber einfach nicht austragen, sondern schlicht deine E-Mails nicht mehr öffnen. Diese inaktiven Kontakte zu löschen bezeichnet man als Listenhygiene. Das steigert nicht nur deine Öffnungsrate, sondern spart auch Geld – schließlich zahlst du für jeden Kontakt in deiner Liste!

N

Newsletter: Newsletter – im Englischen auch gerne als Broadcasts bezeichnet – sind die E-Mails, die du in regelmäßigen Abständen manuell an deine E-Mail-Liste verschickst. Hier kannst du deine neuen Inhalte verbreiten, Tipps und Ideen an deine Abonnenten mitgeben oder auch Behind the scenes Einblicke in dein Business geben.

O

Öffnungsrate: Die Öffnungsrate gibt an, welcher Anteil der Empfänger eine E-Mail geöffnet hat. Um das zu tracken, wird in die Mail automatisch ein pixelgroßes Bild eingefügt. Da manche Programme die Bilder in E-Mails nicht automatisch laden, kann es sein, dass das Tracking nicht immer hundertprozentig genau stimmt, und die Öffnungsrate eigentlich noch ein wenig höher ist.

Opt-in Formular: Über dieses Formular tragen sich Interessenten in deine E-Mail-Liste ein. Das einzige Pflichtfeld darf hier die E-Mail-Adresse sein, optional kannst du auch noch den Vornamen abfragen, um deine E-Mails etwas persönlicher gestalten zu können. Die Opt-in Formulare kannst du entweder direkt in deinem E-Mail-MarketingTool erstellen oder aber mit „externen“ Tools wie Thrive Leads, die meistens noch mehr zusätzliche Funktionen bieten.

P

Personalisierung: Mithilfe von Personalisierung kannst du die Empfänger deine EMails noch deutlich persönlicher ansprechen, z.B. bei der Anrede oder auch in der Betreffzeile. Damit das geht, müssen die Empfänger bei der Eintragung natürlich ihren Vornamen angeben. Du fügst dann in deine E-Mail einfach einen Platzhalter ein und der Name wird automatisch eingefügt.

R

Reaktivierungskampagne: Mithilfe einer solchen Kampagne sollten inaktive Abonnenten wieder zu aktiven werden – also die Leute, die schon länger (über mehrere Monate) keine E-Mail von dir geöffnet haben. Funktioniert die Reaktivierung nicht, kommt dann die Listenhygiene (siehe mehr dazu unter L) ins Spiel. Beliebt zur Reaktivierung sind besonders Rabatte oder sonstige Sonderaktionen.

Responsive Design: Wenn E-Mails responsive sind, passen sie sich automatisch an das Endgerät an, auf dem sie angezeigt werden – sie sind dann also auch dem Smartphone oder dem Tablet gut zu lesen. In Zeiten von mobile first ist responsive Design eigentlich ein absolutes Muss.

S

Segmentierung: Bei der Segmentierung sortierst du deine E-Mail-Liste nach bestimmten Kriterien, z.B. nach den Interessen der Empfänger. Die einzelnen Segmente kannst du dann gezielt ansprechen und ihnen genau die Inhalte schicken, die sie interessieren. Das ist unheimlich wertvoll, weil die Empfänger sich von deinen E-Mails so natürlich deutlich mehr angesprochen fühlen, als wenn du einfach alle deine Inhalte an alle Empfänger schickst.

SPF: SPF (Sender Policy Framework) ist ein Verfahren zur Authentifizierung von E-Mails. Dabei offenbart der Versender einer E-Mail den Empfängern, welche Server die Berechtigung haben, unter seinem Namen Nachrichten zu versenden. Das soll vermeiden, dass die eigenen Nachrichten als Spam eingestuft werden.

T

Tags: Tags sind Schlagworte, die du deinen Abonnenten geben kannst. Neben der Segmentierung ist das eine weitere Methode, um deine E-Mail-Liste zu sortieren und die Abonnenten so gezielter ansprechen zu können. Tags können beispielsweise vergeben werden, wenn jemand auf einen Link klickt (und so sein Interesse an einem bestimmten Thema zeigt) und dann automatisiert weitere Aktionen wie das Versenden weiterer E-Mails zu diesem Thema auslösen.

Template: Ein E-Mail-Template ist eine Gestaltungsvorlage für einen Newsletter. Templates sorgen dafür, dass die Arbeit an einem Newsletter deutlich schneller geht, weil alles Wichtige bereits voreingestellt ist. Einige E-Mail-Marketing Tools bieten auch Templates für Opt-in Formulare oder Landing Pages an, um dir hier ebenfalls die Arbeit zu erleichtern. Meistens kannst du auch deine eigenen Vorlagen erstellen und speichern.

W

Webversion: Von jedem Newsletter gibt es auch immer eine Webversion – diese garantiert, dass die E-Mail unabhängig vom genutzten Endgerät oder Programm korrekt angeschaut werden kann. Du kannst die Webversion in deinen Newslettern verlinken, damit Abonnenten darauf Zugriff haben.

Whitelist: Die Whitelist ist das Gegenstück zur Blacklist (siehe mehr dazu unter B). E-Mail-Adressen oder IPs, die auf der Whitelist stehen, gelten als vertrauenswürdig. Die E-Mails werden dann auf jeden Fall an die Empfänger zugestellt und nicht durch
Spamfilter abgefangen.

Willkommensmail: Eine Willkommensmail wird, wenn du sie einmal eingerichtet hast, automatisch versendet, wenn sich jemand neu für deine E-Mail-Liste einträgt. Sie ist sehr wichtig, weil du damit direkt zu Beginn Vertrauen schaffen und langfristiges Interesse wecken kannst. Du solltest also auf keinen Fall darauf verzichten und darüber hinaus auch keine standardisierte Willkommensmail nutzen, sondern deine eigene erstellen.

Z

Zustellrate: Die Zustellrate gibt an, welcher Anteil der versendeten E-Mails tatsächlich im Postfach der Empfänger angekommen ist. Hier werden also die Bounces (siehe mehr dazu unter B) aus der Gesamtanzahl rausgerechnet. Wenn du dauerhaft eine hohe Zustellrate hast, wirkt sich das positiv auf die Reputation deiner IP-Adresse aus – deine E-Mails werden dann also seltener als Spam eingestuft. Bei
allen guten E-Mail-Marketing Tools siehst du die Zustellrate jedes Newsletters in den Statistiken.