Lea Giltjes

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E-Mail-Marketing für Content Creator

5 Tipps für eine erfolgreiche E-Mail-Willkommenssequenz

5 Tipps für eine erfolgreiche E-Mail-Willkommenssequenz

Lass uns heute mal über E-Mail-Sequenzen sprechen! Aber nicht über irgendwelche, sondern eine ganz spezielle: Die Willkommenssequenz.

Die kommt dann zum Einsatz, wenn sich jemand neu für deinen Newsletter anmeldet. Du könntest diesen neuen Abonnenten eine kurze Willkommensmail schicken, sie damit begrüßen und ihnen dann regelmäßig deine Newsletter schicken.

So würdest du aber so viel Potential verlieren, das du bei neuen Abonnenten hast! Warum die Willkommenssequenz so wichtig ist, dazu kommen wir gleich. Außerdem gebe ich dir meine fünf wichtigsten Tipps mit, damit du sofort selber durchstarten kannst!

Was genau ist eine E-Mail-Sequenz?

Bevor wir richtig loslegen und uns die Willkommenssequenz ganz speziell anschauen, möchte ich noch kurz darauf eingehen, was eigentlich E-Mail-Sequenzen sind – einfach, damit wir da beide auf dem gleichen Stand sind!

E-Mail-Marketing kann letztendlich aus zwei Teilen bestehen: Newsletter und Sequenzen. 

Newsletter sind das, was die meisten schon allein unter E-Mail-Marketing verstehen – die E-Mails, die du beispielsweise wöchentlich oder alle zwei Wochen an alle deine Abonnenten schickst. Ein Newsletter wird einmalig versendet und „verschwindet“ danach.

Sequenzen hingegen erstellst du einmalig und richtest sie so ein, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisiert versendet werden. Eine Sequenz hat immer einen Auslöser – bei der Willkommenssequenz, über die wir gleich sprechen, wäre das die Anmeldung für deinen Newsletter.

Ich glaube, der Vorteil von Sequenzen liegt auf der Hand: Einmal eingerichtet machen sie dir wesentlich weniger Arbeit als der Newsletter, den du jede Woche manuell versenden musst!

Deine Sequenzen laufen auch, wenn du gerade mal nicht dazu kommst – sei es weil du krank bist, weil du im Urlaub bist oder weil du einfach tausend andere Dinge zu tun hast. Wenn es richtig gut läuft, kannst du damit sogar irgendwann automatisiert deine Produkte verkaufen!

Das Ganze ist wirklich ein riesengroßes und wichtiges Thema. Jetzt schauen wir uns aber mal konkret die E-Mail-Sequenz an, die neue Abonnenten erhalten: Die Willkommenssequenz!

Warum brauchst du überhaupt eine E-Mail-Willkommenssequenz?

Überlege dir mal kurz, in welchen Situationen du dich für neue Newsletter anmeldest: Wahrscheinlich immer dann, wenn ein Thema gerade besonders relevant für dich ist und jemand dir dazu besonders wertvolle Tipps liefert.

Und genauso geht es auch deinen neuen Abonnenten! Dein Thema ist für sie gerade vermutlich brandaktuell. Das ist für dich eine ganz große Chance, die du dir leider ziemlich entgehen lässt, wenn du gerade noch keine Willkommenssequenz hast.

Gerade weil das Thema für sie so wichtig und interessant ist, kannst du die Frequenz der versendeten E-Mails zu Beginn auch deutlich erhöhen. Heißt vielleicht nicht nur eine E-Mail pro Woche (oder sogar nur alle zwei Wochen), sondern gerne auch mehr als das.

Meiner Erfahrung nach beschwert sich niemand, wenn Mails zu Beginn auch mal alle 2 bis 3 Tage kommen. Sogar eher im Gegenteil – diese E-Mail-Sequenzen haben immer die höchsten Öffnungsraten!

Hier ein Screenshot der Willkommenssequenz, die wir seit einigen Monaten bei meinem Bullet Journal Blog Punktkariert nutzen:

Willkommenssequenz bei Punktkariert

Wie du siehst, liegt die Öffnungsrate immer über 50% und teilweise sogar noch höher! Das erreichen wir mit unseren regulären Newslettern nicht, da sind wir meist bei um die 40% (was auch schon sehr gut ist).

Die dritte Mail („Hast du das schon mal ausprobiert?“) hat übrigens eine Klickrate von 0%, weil hier einfach kein Link enthalten ist. Dafür erhalten wir auf keine andere E-Mail so viele Antworten wie auf diese!

Was du dem Scresnshot außerdem entnehmen kannst: Ich erweitere und verändere die Sequenz regelmäßig! E-Mail 5 und 6 wurden nachträglich hinzugefügt, deswegen haben sie deutlich weniger Empfänger als die Mails zuvor.

Was in den ersten Tagen und Woche nach der Anmeldung passiert, wird großen Einfluss darauf nehmen, ob ein neuer Abonnent auch zukünftig gerne deine E-Mails öffnet. Wenn du jemanden im echten Leben kennenlernst, entscheidet ja auch oft der erste Kontakt, ob du da eine Zukunft siehst oder eher nicht so.

Du kannst mit einer automatischen Willkommenssequenz also die Basis legen für eine richtig gute „Beziehung“ in der Zukunft! :)

5 Tipps für deine Willkommenssequenz

So, jetzt werden wir mal so richtig praktisch. Denn unter „Willkommenssequenz“ kann erstmal alles fallen – von ein oder zwei E-Mails, die in den ersten Tagen verschickt werden, bis hin zu Funnels, die sich im Zweifel sogar über mehrere Monate strecken.

Hier sind meine 5 wichtigsten Tipps für dich:

1. Fang simpel an und mach dich nicht verrückt

Jetzt habe ich gerade von Funnels gesprochen und hoffe, du hast nicht direkt erschrocken weggeklickt, weil du jetzt schon weißt, dass dich das Thema überfordert (hast du offensichtlich nicht, wenn du das hier liest).

Bitte, bitte mach dich nicht verrückt – du kannst auch ganz simpel anfangen! Bei Punktkariert hatten wir die ersten Monate (es kann sogar sein, dass es das gesamte erste Jahr war), eine Willkommenssequenz, die aus nur drei E-Mails bestand:

  • die Willkommensmail direkt nach der Anmeldung
  • eine Mail mit den absoluten Bullet Journal Basics, 3 Tage später
  • eine Mail mit unseren Zubehör-Tipps, nochmal 3 Tage später

Das war’s. Nichts mit Segmentierung und schon gar nicht mit Funnels. Und es hat auch so hervorragend funktioniert!

Fang einfach mit etwas an, dass dir für den Start sinnvoll erscheint und dass sich möglichst schnell umsetzen lässt. Du kannst schließlich jederzeit weitere E-Mails hinzufügen, die bestehenden ändern oder löschen und so weiter – gar nichts ist in Stein gemeißelt!

Natürlich ist es cool, direkt so individuell wie möglich auf neue Abonnenten einzugehen oder sie gleich mit einem Video zu begrüßen. Mach das aber bitte nur, wenn du dich gerade wohl damit fühlst – drei simple E-Mails sind für den Start auch wirklich ausreichend.

Mit der Zeit, wenn du vielleicht auch schon das ein oder andere Feedback erhalten hast, kannst du alles weiterentwickeln!

2. Setze dir ein Ziel für deine Sequenz

Auch wenn du simpel starten kannst und solltest – komplett planlos gehst du dabei besser nicht vor, sonst bringt das nämlich niemandem was. Nicht dir und schon gar nicht deinen Lesern.

Bevor du loslegst, solltest du dir also erstmal ein Ziel für deine E-Mail-Sequenz überlegen. Mit Ziel meine ich jetzt aber gar nicht mal unbedingt die „smarten“ Ziele, von wegen bis zu dem und dem Tag will ich genau den und den Umsatz erreicht haben – geht natürlich auch, ich meine aber etwas anderes.

Was ist der Sinn deiner Sequenz? In welche Richtung willst du damit? Gibt es eine Aktion, die der Leser im Anschluss an die Sequenz ausführen soll? Es gibt ganz viele Möglichkeiten für Ziele dieser Art:

  • Leser für deinen Blog gewinnen (z.B. für ältere Artikel)
  • Vertrauen aufbauen
  • Feedback einholen für zukünftige Inhalte und Angebote
  • Follower für Social Media gewinnen
  • Interaktion ankurbeln, mit deinen Lesern in Austausch kommen
  • die Abonnenten identifizieren, die an Käufen interessiert sind
  • Produkte verkaufen

Natürlich kann es auch dein Ziel sein, deine Produkte wie eBooks oder auch Onlinekurse über deine Willkommenssequenz zu verkaufen (dazu komme ich auch später nochmal). Wie du siehst, gibt es aber auch noch ganz viele andere Richtungen, in die deine E-Mail-Sequenz gehen kann!

Wenn du dir ein solches Ziel gesetzt hast, wird es dir auch gleich viel leichter fallen, die drei (oder mehr) E-Mails für den Start zu formulieren. Einfach weil du weißt, wohin du eigentlich willst.

3. Überprüfe regelmäßig, wie gut deine Sequenz ankommt

So, deine Willkommenssequenz ist online. Ist jetzt Schluss? Nein, natürlich nicht! E-Mail-Marketing und Marketing generell ist schließlich ein Prozess, der eigentlich nie endet.

Also geht es jetzt daran, deine Sequenz regelmäßig zu überprüfen. Wie sind die Öffnungsraten? Werden die Links auch wirklich angeklickt? Kaufen Leser deine Produkte?

Welche Frage du dir hier stellen solltest, hängt natürlich vor allem davon ab, welches Ziel du dir gesetzt hast. Wenn die Aktionen so von deinen Lesern ausgeführt werden, wie du dir das vorgestellt hast, super – dann kannst du vielleicht schon über eine Erweiterung nachdenken, um noch mehr aus deiner Sequenz herauszuholen.

Wenn nicht, solltest du überlegen, was du tun kannst, um dein Ziel zu erreichen.

4. Die beste Anzahl an E-Mails in einer Sequenz

Wie viele E-Mails sind in einer Willkommenssequenz am besten? Das ist wahrscheinlich eine der größten Fragen, die du dir stellst. Und pauschal kann ich sie dir leider nicht beantworten.

Für den Start würde ich 3 bis 5 E-Mails auf jeden Fall als ausreichend sehen. Wie gesagt, starte simpel!

Nach oben hast du allerdings auch kein Limit – du kannst deine Willkommenssequenz ja immer erweitern. Theoretisch könnte dein gesamtes E-Mail-Marketing nur aus automatisierten Sequenzen bestehen, die alle irgendwie miteinander verknüpft sind. Da gibt’s echt keine Limits.

(Das könntest du übrigens besonders gut mit ConvertKit umsetzen!)

Ich gehe jetzt aber mal davon aus, dass das bei dir (noch) nicht der Fall ist. Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Willkommenssequenzen gemacht, die ca. 7 E-Mails beinhalten.

Diese 7 E-Mails kannst du ruhig über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen versenden – wie gesagt, da hat sich bei mir wirklich noch nie jemand drüber beschwert!

5. Pitch am Ende – ja oder nein?

Kommen wir zum Abschluss noch zu einem Punkt, über den man sicher auch ewig reden könnte: Sollte die Willkommenssequenz am Ende einen Verkaufspitch beinhalten?

Häufig sieht man ja, dass Leute einem verkaufen wollen, man müsste nur ein paar E-Mails schreiben, dann gibt’s am Ende den Pitch und schon hast du dein passives Einkommen. Schlechte Nachrichten an dieser Stelle: So einfach ist es leider nicht.

Ich kann dir auch hier beim besten Willen nicht pauschal sagen, ob du einen Pitch am Ende einbauen solltest oder nicht. Ob das funktioniert, hängt zum Beispiel auch ganz individuell von deiner Zielgruppe ab.

Wie gesagt kann der Verkauf deiner Produkte natürlich auch ein Ziel deiner Willkommenssequenz sein – muss es aber auf keinen Fall! Du kannst damit auch erstmal Vertrauen aufbauen, dich als Expertin positionieren und so eine super Basis für ein späteres Angebot schaffen.

Bonus-Tipp: Deine E-Mail-Sequenz als Freebie

Das waren meine fünf wichtigsten Tipps für deine Willkommenssequenz! Jetzt habe ich noch einen kleinen Bonus für dich: Warum nicht einfach eine E-Mail-Sequenz als Freebie anbieten?

Das heißt, dass deine Sequenz die Checkliste, das eBook etc. ersetzt. Stattdessen teilst du deine Inhalte auf einige E-Mails auf, die dann nach der Anmeldung natürlich automatisiert verschickt werden!

So machen es aktuell einige meiner Kundinnen, mit denen ich an ihrer Strategie gearbeitet habe. Lisa zum Beispiel: Auf www.fitimobstbaumschnitt.de kannst du dich aktuell zu ihrer fünfteiligen Wildobst E-Mail-Serie anmelden.

In der Serie sind dann noch einige kleine Überraschungen versteckt, von denen die Abonnenten vorher nichts wissen, die quasi noch „on top“ kommen – auch so kannst du deine Leser langfristig an dich binden.

Wie sieht deine Willkommenssequenz aus?

Jetzt interessiert mich, wie deine Willkommenssequenz gerade aussieht! Hast du schone eine? Wie hast du sie aufgebaut, was funktioniert gut? Schreib doch gerne in die Kommentare, welche Erfahrungen du schon gemacht hast oder was du in Zukunft noch umsetzen möchtest. Ich bin gespannt!

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